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Fasten zum Abnehmen - ja oder nein?

  • Autorenbild: Anna Rohde
    Anna Rohde
  • 22. Feb. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen


Die Fastenzeit steht vor der Tür.

Frau mit einem Glas voller Fastensaft in der Hand.

Einige werden ab Aschermittwoch bis Ostern aus gesundheitlichen, spirituellen/religiösen oder körperlichen Gründen in die Fastenzeit starten. Vielleicht auch du?

Vielleich hört sich Fasten für dich danach an, als wäre es eine schlaue Lösung gegen Heißhunger, emotionales Essen und für Gewichtsabnahme?

Im Folgenden beantworte ich dir genau diese Frage als promovierte Oectrophologin.



Fakten zum Fasten vorab:

Für mich ist es wichtig zu verstehen, dass die Welt nicht schwarz oder weiß ist. Auch nicht beim Fasten. Fasten ist nicht per se gut oder schlecht.


Es gibt Personen, welchen das Fasten behilflich sein kann und es gibt Personen, welchen das Fasten nicht zuträglich sein wird.

Es kommt auf die

  • individuelle Intention,

  • die körperliche und

  • mentale Verfassung der Person an.

  • Und auf die gewählte Fastenmethode und deren Durchführung.


Im Folgenden lege ich den Schwerpunkt auf zwei Fastenmethoden und kläre darüber auf, für wen sie NICHT sind.



Zwei weit verbreitete Fastenmethoden

Vielleicht weißt du bereits, dass es eine vielzahl an Fastenmethoden gibt. Ich fokussiere mich im Folgenden nun auf zwei weit verbreitete Methoden:


1) „Ich verzichte in der Fastenzeit auf Schokolade“ (oder ein anderes Lebensmittel/ andere Lebensmittelgruppe)


Dieser Fall birgt Exzess-Gefahr. Denn meist steht hinter dieser Intention der Gedanke „ganz-oder-gar-nicht“. Den Rest des Jahres futtere ich Schokolade in mich hinein - in der Fastenzeit dann „zero“ - um nach der Fastenzeit wieder Schokolade im Übermaß in mich hineinzufuttern.



Meine (ja vielleicht unsexy, aber bodenständige) Alternative dazu ist die Antwort auf die folgenden Fragen:

  • Wozu futterst du das restliche Jahr die Schokolade in dich hinein? Und wie kanns du dir das Bedürfnis anders erfüllen?

  • Warum brauchst du die „Fastenzeit“ als Gegenregulation? Wovon lenkst du dich ggfs. damit ab?

  • Wie könnte eine friedliche Schokoladen-Ess-Situation – ohne Extreme - über das gesamte Jahr aussehen?

  • Fastest du aus einem Ort der Selbstliebe heraus oder aus Selbstablehnung?


Wenn du dir diese Fragen beantwortest und dazu Fragen hast, dann schreib mir! Ich nehme mir gerne die Zeit dir deine Fragen zu beantworten.


2) „Ich mache eine 7-tägige (oder längere) Heilfastenkur“

„Wie in den Leitlinien der Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung definiert ist Fasten der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit“. (1)


Heilfastenkuren haben eine jahrtausendalte Tradition und sollen Körper, Geist und Seele reinigen. Es soll eine Auszeit für Körper und Seele sein.


Wenn du Heilfasten möchtest und dies mit deinem Arzt abgeklärt hast (!), dann spricht erstmal nichts dagegen (bitte immer mit einem Arzt vorab absprechen!).


Wichtig ist für mich an dieser Stelle zu erwähnen: bitte NICHT fasten, wenn du wenig Gewicht hast oder eine schwangere oder stillende Frau bist.


Außerdem rate ich allen Frauen, welche

  • häufig emotional essen,

  • sich überessen oder

  • Heißhunger haben vom Fasten (jeglicher Art) ab.

Auch zum Abnehmen ist das Fasten NICHT geeignet:

Warum Fasten zum Abnehmen nicht funktioniert

Wer fastet, um abzunehmen wird damit langfristig wenig Erfolg erzielen: Denn das Fasten birgt das Risiko für den bekannten Jo-Jo-Effekt, welcher wiederum das Abnehmen langfristig erschwert, da der Stoffwechsel auf Sparflamme bleibt.

Die Karenz beim Fasten kann zu Heißhunger führen – entweder noch in der Fastenzeit oder danach.

Auch kann das Risiko für emotionales Essen dadurch gesteigert werden - vor allem, wenn du bereits emotional isst und dich häufig überisst. Das hängt damit zusammen, dass dein Nervensystem in den Überlebensmodus schaltet bei Hunger und emotionale Prozesse dadurch schwieriger zu halten sind.


Meine persönlichen Gedanken zum Heilfasten:

  • Grundsätzlich gilt: unser Körper verfügt über eine Vielzahl an Reinigungsmechanismen – die bei gesunden Personen wunderbar funktionieren und in meiner Welt ausreichen.


  • Eine Fastenkur bedeutet eine große Umstellung für deinen Körper (und deinen Verstand und Seele) , denn er muss sich an weniger Kalorien, andere Konsistenzen und weniger Nährstoffe gewöhnen. Das verkraftet nicht jeder Mensch gleich gut – auf seelischer und/oder körperlicher Ebene.


  • Als Mama ist das Essen für mich elementar wichtig, um meine "Nerven" beieinander zu halten. Meinen Körper zusätzlich zu fordern, kommt für mich gar nicht in Frage.



Fazit Fasten ja oder nein?!

Wenn du aus spiritueller/religiöser oder gesundheitlicher Absicht heraus fasten möchtest und dies mit deinem Arzt abgeklärt hast, dann tu es ;).


Wenn deine Intention hinter dem Fasten das Abnehmen ist und/oder du damit einem Konsumübermaß entgegen wirken willst, dann empfehle ich dir das Fasten aus den o.g. Gründen nicht.


Ein Extrem wird nicht über ein Extrem gelöst.

Das eine Extrem (Überkonsum) mit dem anderen Extrem (zero-Konsum) zu ersetzen ist wenig sinnvoll.


In meiner Arbeit mit meinen Klientinnen sehe ich, dass es einen anderen, liebevollen, intuitiven und achtsamen Weg raus aus den Konsumexzessen gibt - ohne Fasten. Diesen Weg zeige ich dir in meiner 1:1 Begleitung Zurück zu dir.


Wenn du wissen möchtest, ob Zurück zu dir auch für dich hilfreich ist um aus dem ewigen Heißhunger und belastenden Ess-Thema auszusteigen, und du dieses Jahr einfach mal anders in die Fastenzeit starten möchtest, dann findest du hier alle Infos dazu (100% unverbindlich).





Weiter führende Informationen zum Fasten findest du hier u.a. hier:

2) https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/heilfasten/


 
 
 

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