• Anna Rohde

5 Gründe für emotionales Essen


Emotionales Essen Kekse Schokolade

Plötzlich ist die Kekspackung oder die Schokotafel leer. Der Bauch spannt. Das schlechte Gewissen steigt in dir auf und du denkst „Scheiße – schon wieder“. Du schämst dich, kannst dir nicht erklären, warum es schon wieder passiert ist.


Eine typische Situation, die ich von früher ähnlich kenne.


Ich möchte dir gleich zu Beginn sagen, dass es nicht rational erklärbar ist.

Denn emotionales Essen entsteht nicht auf rationaler Ebene – sondern auf emotionaler Ebene.



Was ist emotionales Essen?

Emotionales Essen ist NORMAL. Essen ist seit Geburt an mit Emotionen verbunden – das Saugen an der Brust/Flasche bringt dem Säugling Geborgenheit und Sicherheit.


Auch im Erwachsenenalter sind Emotionen weiter mit dem Essen verbunden: Das Feierabendbier zum Entspannen, das Candle Light Dinner für die Liebe, das Familienessen für Verbundenheit, das Kosten von lokalen Speisen bei Reisen für Genuss und Abenteuer…


Emotionales Essen ist Teil der menschlichen Erfahrung.


Dadurch, dass wir schon von kleinauf Essen mit wohligen Gefühlen verbinden, kann es sein, dass wir in herausfordernden Situationen durch das Essen Trost, Geborgenheit, Sicherheit, Frieden uvm. suchen. Wir über-essen uns emotional bedingt.


In meiner Welt dürfen wir Essen nicht von unseren Emotionen trennen, wie es andere Programme propagieren.

In meiner Welt dürfen wir achtsam hinschauen, wann uns Essen wirklich guttut und wann es wirklich eine liebevolle und nachhaltige „Lösung“ ist.

Denn sind wir mal ehrlich: Emotionales Überessen tut uns selten nachhaltig gut.


Warum es trotzdem so oft passiert?



Warum überesse ich mich ständig?

Vielleicht hast du bereits versucht das emotionale überessen zu stoppen – ohne Erfolg.


Das liegt daran, dass hinter dem emotionalem Essen -wie der Name schon sagt - bestimmte Emotionen/Gefühle stecken.

Hinter diesen Gefühlen warten unsere Bedürfnisse.

Wenn du oberflächlich versuchst das Verhalten zu ändern, ohne dich um deine Gefühle und Bedürfnisse zu kümmern, dann kann es nicht funktionieren. Denn du hast keine Lösung für die unbedfriedigten Bedürfnisse gefunden.


Du siehst also – unser Essverhalten geht sehr sehr sehr tief in unsere Essenz. Du kannst so wahnsinnig viel über dich lernen – that’s great, isn‘t it?


Also wichtig: Erst wenn wir die Bedürfnisse hinter dem emotionalem Essen entlarven und befriedigen, kannst du das emotionale Essen los lassen.


Ich möchte dir zum Abschluss Inspiration liefern, warum du das emotionale Essen im Moment noch (!) brauchst.




5 mögliche Gründe warum du dich überisst:


1. Unlust

Die Unlust war bei mir früher ein großer Auslöser für emotionales Essen. Ich hatte z. B. keine Lust zu arbeiten, deswegen ging der Weg ganz automatisch zum Kühlschrank. Statt zu arbeiten, aß ich dann.


2. Langeweile

Was tu ich, wenn ich mal nichts zu tun habe? Wer bin ich, wenn ich nichts tue? In unserer Gesellschaft wird „nichts-tun“ missbilligt. Dabei ist das nichts-tun sehr wichtig für unsere Regeneration, Kreativität, Intuition und die Verbindung zu uns selbst. Da es für uns aber etwas schwer aushaltbares ist, da wir es nicht lernen, müssen wir die Langeweile mit Essen vertreiben.


3. Stress

Unser Alltag ist so schnell, dass unser Körper nicht mehr hinterherkommt. Die To-Do’s häufen sich, die Liste wird immer länger. Du kommst nicht mehr hinterher. In dir staut sich eine aufgewirbelte Energie an. Diese kanalisieren wir leicht mit Essen. Die Energie wird runtergedrückt.


4. Wut

Die Wut ist ein Gefühl, das einen sehr schlechten Ruf in unserer Gesellschaft hat. Wer wütend ist, hat sich nicht „unter Kontrolle“. Das ist jedoch gar nicht so. Wut kann ein wunderbarer Motivator für Veränderung sein. Dazu müssen wir sie jedoch fühlen und zulassen. betäuben wir die Wut mit Essen.


5. Kontrolle

Kontrolle ist ein menschliches Bedürfnis. Wie bei vielem kommt es auch hier auf eine Art Balance an – denn Fakt ist, dass wir im Außen wenige Dinge unter Kontrolle haben (Pandemien, Wetter, Verhalten anderer Menschen etc.). Als Verstandsmenschen neigen wir dazu, dass wir vieles über den Verstand kontrollieren wollen – auch unsere Ernährung: das ist gesund, das darf ich essen. Das ist ungesund, das darf ich nicht essen. Der Verstand ist allerdings nicht dazu gemacht zu wissen, was der Körper gerade als Nahrung braucht. Wenn wir unsere Ernährung als mental steuern, dann ist das zum einen sehr anstrengend und zum anderen nicht möglich. Der Körper holt sich dann zum einen das zurück, was er braucht bzw. ermüdest du von diesem Kontrollzwang und rutscht in den Kontrollverlust beim Essen.



Zusammengefasst...

Wenn du etwas an der Situation des emotionalen Überessens ändern willst, dann geht es in erster Linie darum, dass du dir die Mechanismen dahinter anschaust, statt das Verhalten an sich zu ändern.



Wenn du dir Unterstützung wünschst auf dem Weg zu einer friedlichen, genussvollen und leichten Ernährung, dann schreib mir gerne eine Mail an dr.anna.rohde@gmail.com. Alle Infos zu meinen Coaching-Angeboten findest du hier.


Am 08.06.22 startet die food & love university - ein exklusives Gruppen-Programm für Frauen welche eine Ernährung finden wollen, die zu ihnen, ihrem Körper undi hrem Lifestyle passt. Alle Infos findest du hier.


Much Love & namasté,

deine






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